Der Verband
Theaterpädagogik mit Geschichte und Zukunft – Die Mission des Bundesverbandes Theaterpädagogik e.V. ist es, die Theaterpädagogik als Bildungs- und Kunstform zu stärken, weiterzuentwickeln und gesellschaftlich zu verankern.
Der Bundesverband für Theaterpädagogik e.V. (BuT) engagiert sich mit dem Ziel, die Professionalisierung theaterpädagogischer Fachkräfte, die Qualität von Aus- und Weiterbildung sowie die Anerkennung von Theaterpädagogik als künstlerisch-gesellschaftliche Praxis sicherzustellen.
Als Fachverband fördert der BuT die Qualität und Sichtbarkeit theaterpädagogischer Arbeit in künstlerischen, bildenden und sozialen Handlungsfeldern. Der BuT verantwortet die stetige Weiterentwicklung von Qualitätsstandards der Ausbildung Theaterpädagoge BuT® / Theaterpädagogin BuT® , setzt sich durch Lobbyarbeit für bessere Rahmen- und Arbeitsbedingungen theaterpädagogischer Praxis ein und stärkt Fachkräfte durch zahlreiche Formen der Vernetzung und Fortbildung.
Der BuT ist überzeugt davon, dass Theaterpädagogik die Ausdrucksmöglichkeiten von jungen und erfahrenen Menschen steigert sowie Räume für Perspektivwechsel, Dialog und Handlungsfähigkeit schafft. Der BuT glaubt an das Potenzial des theatralen Spiels, um Menschen zu verbinden und Veränderungen anzustoßen. Mit seinen Aktivitäten und Positionen engagiert sich der BuT für eine vielfältige, inklusive und demokratische Gesellschaft, in der künstlerisches Handeln zur kulturellen Teilhabe, demokratischen Mitgestaltung und persönlichen Selbstermächtigung beiträgt.
Die Gründung des BuT erfolgte am 10. März 1990 mit ca. 60 Gründungsmitgliedern in Unna als Nachfolgeorganisation der BUSTA, der “Arbeitsgemeinschaft Spiel – Theater – Animation”. Diesem Ereignis gingen vielfältige Wurzeln voraus:
1986 fand auf Initiative von Theaterpädagog:innen des Schauspiel Köln eine erste “Bundestagung Theaterpädagogik” statt. Der Titel lautete “zwischen Animation und Unterricht” und zog etwa 80 Kolleg:innen aus Theatern, TPZen sowie kirchlichen und sozialen Einrichtungen an. Es wurde ein erster Anlauf genommen, um ein wenig Licht in das verschwommene Bild des noch recht neuen Berufes zu bringen. Im Ergebnis wurde deutlich, dass es dringend einer Klärung des theaterpädagogischen Selbstverständnisses bedarf. Von dort aus war es dann nicht mehr weit zur Formulierung eines anderen Bedarfes: der Gründung eines bundesweiten Verbandes für Theaterpädagogik.
Zuvor haben Studierende und Lehrende an Universitäten und Fachhochschulen in Fachbereichen wie Spielpädagogik, Sozialpädagogik oder Soziale Arbeit die Bedeutung von “Spiel” und “Theater” entdeckt. In sozialen und kirchlichen Einrichtungen hatten sich längst vielfältige Formen der Theaterarbeit mit Kindern, Jugendlichen und besonderen Zielgruppen etabliert. An professionellen Kinder- und Jugendtheatern war die theaterpädagogische Begleitung von Aufführungen ein Muss geworden. Nicht zuletzt die Arbeit der ersten, teilweise bereits Anfang der 80er Jahre gegründeten Theaterpädagogischen Zentren machte Vernetzung und Austausch im Rahmen eines bundesweiten Verbandes sinn- und wertvoll.
Die Professionalisierung sowie Verbesserung der Ausbildung und Weiterqualifizierung von Berufspraktiker:innen waren entscheidende Ziele bei der Gründung des BuT. Zu dieser Zeit galt in Deutschland “learning by doing” noch als wichtigste “Ausbildungs”-Methode. Ein weiteres wichtiges Ziel: das Theaterspiel sollte wie Musik, Malerei, Bildende Kunst und Literatur als notwendiger Bestandteil der kulturellen Bildung in Deutschland anerkannt werden, sowohl in der Schule als auch außerschulisch.
Ausschnitt aus Finke, Raimund (2010). 20 Jahre BuT – Stationen einer theaterpädagogischen Erfolgsgeschichte. Zeitschrift für Theaterpädagogik, Heft 57, 27-29.
Handlungsfelder des Fachverbandes
Als Fachverband repräsentiert der BuT aktuell etwa 600 Einzelmitglieder und 100 institutionelle Mitglieder (davon 40 Ausbildungsinstitute). Die Tätigkeiten des Bundesverbandes sind entsprechend in verschiedenen Handlungsfeldern verortet:
Jährliche Veranstaltungen: Bundestreffen “Jugendclubs an Theatern” & Tagungen zur (kultur)politischen und fachlichen Weiterentwicklung mit wechselnden Kooperationspartner:innen.





